Psoriasis-Arthritis
Informationen für Betroffene und Angehörige
Psoriasis-Arthristis
Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke. Sie entsteht dann, wenn sich in Folge einer Psoriasis nicht nur äußere Hautareale entzünden, sondern auch die Gelenke bzw. die Gelenkhäute betroffen sind.
Die Psoriasis oder auch Schuppenflechte ist eine chronische Hauterkrankung, die schubartig verläuft. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Zahl der an Psoriasis erkrankten Menschen in Deutschland auf rund zwei Millionen (ca. 2-3 % der Bevölkerung). Typisch für die Erkrankung sind schuppende, gerötete Hautareale v. a. an Ellenbogen, Knien und im Bereich des Kopfes. Bei rund 5-10 % aller Psoriasis-Patienten kommt es laut Schätzungen des RKI zur Ausbildung einer Psoriasis-Arthritis.
Formen der Psoriasis-Arthritis
Die häufigste Form ist die asymmetrische Psoriasis-Arthritis, bei der meist die kleinen Gelenke von Fuß und Hand, teilweise jedoch auch große Gelenke wie das Knie- oder Hüftgelenk betroffen sind. Diese Form weist ein asymmetrisches Muster auf, d. h. nicht auf beiden Körperseiten sind die gleichen Gelenke betroffen. Im Gegensatz dazu treten bei der symmetrischen Form die Beschwerden an den gleichen Gelenken auf.
Bei der sog. distale interphalangeale Psoriasis-Arthritis sind in der Regel die Endgelenke von Fingern und Zehen betroffen. Bei dieser Form sind auch häufig Nagelveränderungen zu beobachten. Einigen Patienten haben Beschwerden an Gelenken des Achsenskeletts, in erster Linie der Wirbelsäule oder dem Kreuzdarmbeingelenk. Diese Form wird Spondylitis genannt. Bei der seltensten Form, der Arthritis mutilans, bereiten die Gelenke nicht nur Schmerzen, sondern sind zudem deformiert.