Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Psoriasis-Arthritis

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Psoriasis-Arthritis
Wissenswertes zu Psoriasis-Arthritis

Im Glossar werden zum Thema Psoriasis-Arthritis wichtige Begriffe und medizinische Grundlagen erklärt. Außerdem können Sie hier auch Informationen zur Wirkweise von Medikamenten, zu diagnostischen Möglichkeiten und Verfahren sowie kurze Erklärungen zu biologischen Vorgängen in den Zellen z. B. bei Entzündungen erhalten.

Wissenswertes zu Psoriasis-Arthritis

Glossar

Antirheumatikum
Medikament gegen rheumatische Beschwerden

Biological
Medikamente, die gezielt in körpereigene Funktionen eingreifen; Produkte lebender Zellen, die gentechnisch bzw. biotechnologisch erzeugt werden

Gelenkinnenhaut
auch Membrana synovialis; Innenschicht der Gelenkkapsel

Entzündungsmarker
zu den Entzündungsmarkern zählen z. B. die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), das C-reaktive Protein (CRP) und die Anzahl der weißen Blutkörperchen

Psoriasis
Schuppenflechte; chronische Hauterkrankung, nicht-ansteckende Autoimmunkrankheit

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
Kortisonfreie Medikamente, die bei Rheuma eingesetzt werden; hemmen Prostaglandine

Rheumafaktor
im Blutserum nachweisbarer Autoantikörper, gegen körpereigene Antikörper gerichtet, Nachweis kann Hinweis auf Rheumatoide Arthritis sein

TNF-Alpha
ein Botenstoff, der Entzündungen verstärkt; TNF-Alpha hemmende Medikamente werden u. a. in der Rheumabehandlung eingesetzt (TNF-Alpha-Blocker)

17. Oktober 2018
Vielen Antragstellern ist nicht bewusst, dass sie bei der Auswahl ihrer Rehaklinik ein Wunsch- und Wahlrecht haben.
  
13. September 2018
Einer Studie zufolge leidet fast die Hälfte aller Menschen mit Psoriasis an Fatigue, einer extremen Form der Erschöpfung.
  
12. Juli 2018
Wie eine dänische Studie ergab, sind Menschen mit Psoriasis häufiger übergewichtig. Eine Gewichtsabnahme kann zu einer Linderung der Symptome führen.
  
05. Juli 2018
Die Behandlung von Psoriasis richtet sich danach, wie stark die Schuppung bei den Betroffenen ist. Salizylhaltige Salben können z. B. bei starker Schuppung helfen.
  
04. Juli 2018
Bei Kindern treten in der Regel vor allem zwei Formen von Schuppenflechte auf: Plaque-Psoriasis und die sog. Psoriasis guttata.
  
Diagnose Psoriasis-Arthritis

Erstes Mittel zur Feststellung einer Psoriasis-Arthritis ist die Anamnese. Die Aufnahme der Krankheitsgeschichte kann erste Hinweise auf die Art der Erkrankung geben. Symptome wie geschwollene und schmerzende Gelenke, Kreuzschmerzen sowie die Symptome einer Schuppenflechte. Die Schmerzen in den Gelenken sind zumeist morgens besonders stark und werden durch Bewegung vermindert. Eine körperliche Untersuchung mit Abtastung der Gelenke und Einschätzung des Hautzustandes kann die Diagnose festigen.

Zur Diagnose können labordiagnostische Untersuchungen des Blutes, der Haut sowie der Gelenkflüssigkeit angewendet werden. Eine bereits eingetretene Veränderung der Gelenke kann unter anderem durch Röntgen, Ultraschall oder MRT dargestellt werden.

Therapie Psoriasis-Arthritis

Bislang sind nur symptomatische Therapien zur Besserung dieser chronischen Erkrankung verfügbar. Wirkstoffe zur äußerlichen Anwendung sind vor allem bei der asymmetrischen Psoriasis-Arthritis, bei der jeweils einzelne Gelenke betroffen sind, angezeigt. Entzündungshemmende Wirkstoffe wie nichtsteroidale Antirheumatika werden systemisch, d. h. beispielsweise in Tablettenform, angewendet. Während zur Linderung der Schmerzen in den Gelenken unter anderem thermische Anwendungen, Physiotherapie oder auch Massagen angewendet werden können, kann eine Balneophototherapie den Hautzustand verbessern. Verschiedene Badezusätze wie beispielsweise Totes-Meer-Salz wirken sich positiv auf die Entzündung aus, danach wird die Haut mit UV-Licht bestrahlt.

Die Psoriasis-Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung. Dabei handelt es sich um Fehlsteuerung des Immunsystems, welches die eigenen Zellen des Körpers bekämpft.

Es konnte noch nicht abschließend ermittelt werden, welche Ursache die Entstehung der Psoriasis-Arthritis bedingt, vermutet wird eine genetische Disposition. Diese führt in der Regel jedoch nicht zum Ausbruch der Erkrankung, erst durch zusätzliche Auslöser wird die Erkrankung hervorgerufen. Diese Auslöser werden als Triggerfaktoren bezeichnet und können beispielsweise ansteckende Krankheiten, medikamentöse Therapien, eine Veränderung des Hormonspiegels oder auch psychologische Faktoren sein.