Psoriasis-Arthritis
Informationen für Betroffene und Angehörige
Psoriasis-Arthristis: Ursachen und Entstehung
Die Ursache für die Entstehung der Schuppenflechte bzw. der Psoriasis-Arthritis konnte noch nicht vollständig geklärt werden. Es wird angenommen, dass es eine genetische Veranlagung zur Ausprägung der Erkrankung gibt. Jedoch müssen in der Regel weitere Faktoren hinzukommen, damit die Erkrankung ausbricht.
Dazu sind in den meisten Fällen sog. Provokations- oder auch Triggerfaktoren – beispielsweise bakterielle Infektionskrankheiten (z. B. Angina, Bronchitis), Medikamente (z. B. ACE-Hemmer, Chloroquin), hormonelle Veränderungen (z. B. Pubertät, Wechseljahre) und psychische Einflüsse (z. B. Probleme am Arbeitplatz oder in der Beziehung) – notwendig. Diese Trigger können nicht nur die Krankheit erstmalig auslösen; sie können auch einen neuen Schub herbeiführen.
Wie bei der Schuppenflechte handelt es sich auch bei der Psoriasis-Arthritis um autoimmunologische Prozesse. Dabei bekämpfen Abwehrmechanismen des Immunsystems körpereigenes Gewebe – in Fall der Psoriasis die Hautzellen – so als handele es sich um körperfremde Strukturen (z. B. Krankheitserreger). Bei der Psoriasis führt das zu einem drastischen Anstieg der Hautneubildung. Bei der Psoriasis-Arthritis zerstören Gelenkentzündungen nach und nach die Gelenkinnenhaut, den Knorpel und u. U. auch den Knochen.
Eine wesentliche Rolle in diesen Prozessen spielen die sog. Zytokine. Sie werden von Zellen gebildet und steuern das Verhalten und die Eigenschaften anderer Zellen. Einer dieser Botenstoffe ist der Tumor-Nekrose-Faktor TNF-Alpha. Dieses Zytokin regelt die Aktivität der Immunzellen und nimmt so Einfluss auf Entzündungsreaktionen des Immunsystems. TNF-Alpha zählt zu den proinflammatorischen Zytokinen, die Entzündungen verstärken.
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